Burda Head to Toe

Heute gibt es eine kleine Premiere, denn dieses Outfit ist von Kopf bis Fuß Burda und mal wieder ganz modern – wenn man die 90er noch als modern bezeichnen kann. Auf jeden Fall ist (mittel)alt und neu kombiniert, denn der Hosenschnitt ist aus einer älteren Burda vom Mai 1990 und das Top aus einer aktuelleren Burda der Aprilausgabe von 2016. Gerade am Anfang meiner ernsthaften Nähkarriere – aus dieser Zeit stammt auch das Set – habe ich mehrheitlich aus Burdas genäht.

Burda 103B 4/2016, 103B-032016-DL

Einer der Gründe warum ich anfänglich viel mit Burda genäht habe ist, das ich zwei Einkaufstaschen voll mit Burda und Carina geschenkt bekam. Diese waren mehrheitlich aus den 90ern, aber man muss ja keines dieser schlimmen Schulterpolster-Modelle nähen.

Das Top mit Kellerfalten war mein erst drittes „richtiges“ Nähprojekt und zu meiner Begeisterung total unkompliziert. Zuvor hatte ich nämlich den roten Maxirock aus Viskose genäht und mir ein kleines Viskose Trauma zugezogen. Ich habe seitdem auch keine Viskose mehr vernäht – gekauft aber schon … Dafür kombiniere ich das Top sehr gerne mit dem roten Rock, ist natürlich eine intensive Farbkombination, aber man muss ja nicht immer in Jeans und grauen T Shirt rumlaufen.

Burda Set

Als Material für den Schnitt habe ich matten Baumwollsatin gekauft und damit hat sich meine Liebe für diesen Stoff gefestigt. Ich mag einfach alles an diesem Material, naja bis auf die Tatsache, dass wenn man auftrennt und die Nahtlinie versetzt man ordentlich werken muss, das die Löcher von der Naht verschwinden und dass man nie genug bügeln kann. Aber sonst ist es einer meiner Favoriten im Stoffdepot.

Mit einem Meter Stoff habe ich den Schnitt in Grösse 36 zugeschnitten und ohne Änderungen genäht und es passt. Ich war so begeistert von dem Schnitt, dass ich das Top gleich ein zweites Mal genäht habe mit einem ganz anderen Stoff. Kommt nur leider nicht ans Original ran.

Burda alt und neu

Die Hose war dann ein ganz anderes Kaliber. Der Stoff war eigentlich richtig hübsch, wenn er nicht von der Lagerung total schief gewesen wäre. Das machte das Zuschneiden mit dem Muster schon etwas kniffliger. Und natürlich sind an der Hose auch viel mehr Details, Taschen, Absteppungen und da sollte das Muster natürlich immer schön fortlaufend sein.

Ich nahm lieber eine Grösse größer, damit ich auf keinen Fall Probleme mit meiner Hüfte haben würde. Und musste daher im Nachhinein wieder 10 Centimeter wegnehmen. Das monumentalste Drama war, dass ich mir versehentlich den Reißverschluss (ein kleiner Farbtupfer im Schwarz/Weiß, in Giftgrün – sieht ja niemand) ausgefädelt habe. Eine einzige Katastrophe – dankenswerter weise gerettet von meiner Nähkursleiterin. Am längsten habe ich am Ende am Bund herumgenäht, sodass der wirklich auf gleicher Höhe ankam. Ungewollte Höhenunterschiede passieren bei mir öfters.

Und ich muss sagen die Hosenbeine sind etwas kurz geworden, es sind nun richtige Hotpants, dass war nun nicht ganz sooo geplant. Ich war wieder einmal mit der Schere zu schnell und radikal, aber ich habe die abgeschnitten Hosenbein noch und könnte sich dekorativ wieder annähen, war mir bisher aber kein Anliegen. Dafür ist sie perfekt für den Schweizer Hochsommer.

Burda Set 6

Mehr gibt es da gar nicht zu sagen, außer das ich es in dieser Kombination nicht trage. Da müsste ich stets schön den Bauch einziehen. Tja, Burda ist und bleibt ein Klassiker, so ambivalent die Verhältnisse zum Magazin auch sind. Und damit geht’s zum MeMadeMittwoch.

Burda Set 3


Fazit: Schon länger her, dass ich es genäht habe, aber das Top ist einfach und schnell genäht und mit einem hübschen Detail am Rücken. Die Shorts waren deutlich aufwendiger und ich habe festgestellt, ich bevorzuge Hosen ohne Bundfalten, diese erzeugen meines Gefühls nach da zuviel Volumen.

Änderungen: Top keine, Shorts einiges kleiner und kürzer.

Schnitt: Top Burda 4/2016, Modell 103B; Hose Burda 5/1990, Modell 103

Material: limettengrüner matter Baumwollsatin, bedruckter Stoff mit Stretchanteil (zu lange her, dass ich noch mehr sagen kann)

Burda Set82

 

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19 Gedanken zu “Burda Head to Toe

  1. Ein sehr schönes sommerliches Ensemble! Das grafische Schwarz-Weiß-Muster der Shorts gefällt mir total gut zusammen mit dem lindgrünen Top. Ich nähe auch immer noch viel und gerne aus Burda und auch aus den älteren Heften – es kommt schließlich immer darauf an, was man aus einem Schnitt macht..

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    1. Dankeschön.
      Ich hab mir ja schon den nächsten Schnitt in einer Burda International erspäht, einen höchst raffinierten Bleistiftrock. Aber zuerst habe ich ein paar andere Sachen zum fertig nähen.
      Lg Sabine

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  2. Für diese tolle Kombi würde es sich schon lohnen, wenn du dafür den Bauch einziehen müsstest 😉

    Ich habe mir diese Bluse auch schon genäht, allerdings mit langem Arm und Schlitz vorn. Deine kurze Version gefällt mir sehr – einen ähnlichen Stoff habe ich auch schon ins Auge gefasst.

    Gibt es beim Anziehen keine Probleme? Der Stoff ist ja nicht dehnbar und du hast keinen Schlitz…

    LG Katrin

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    1. Wenn man nur nicht immer dran denken müsste. 😀

      Anziehprobleme habe ich keine, allerdings ist der Stoff ganz leicht dehnbar, anderseits ist meine zweite Version aus patworkstoff und gar nicht dehnbar und ich komme auch ohne Probleme rein.
      Lg Sabine

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  3. Mir gefällt die Kombi! Auch gerade das geographische Muster der Hose mit dem matten Limonengrün vom Top. Und es steht dir!

    Zu den Löchern nach dem Auftrennen des Stoffs habe ich einen Tipp für dich: Krauseminzwasser heißt das Zauberwort. Ich habe es in der Apotheke gekauft und möchte es seitdem nicht mehr missen. Einfach auf die Stellen aufbringen und glattbügeln. Hilft auch super wenn so dicke Knicke im Stoff sind. Vom Bruch oder Falten vom Liegen.

    LG, Astrid

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    1. Dankeschön.
      Grafische Muster und intensive unifarbene Teile gleichen sich wunderbar aus.

      Das mit dem Krauseminzwasser muss ich mir merken. Irgendwelche unerwünschten Nebenwirkungen gibt es da ja nicht?
      Lg Sabine

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      1. Hallo Sabine,
        heute erst deine Anwort gelesen – Nein, keine Nebenwirkungen. Falls du dich nicht traust, würde ich erstmal auf einem Stück Stoff probieren. Ich kann dir nur dazu raten. Es ist genial! Knicke, Liegefalten – alles wie weggebügelt.
        LG, Astrid

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    1. Herzlichen Dank. Erst durchs nähen habe ich die eine oder andere Farbe für mich neu entdeckt, die mir vorher vielleicht doch etwas wild gewesen wäre. Bis auf Grüntöne, da habe ich schon immer alle Farbvarianten getragen.
      lg Sabine

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  4. Klasse, dass Du das Shirt genäht hast! Es war mir damals auch aufgefallen. Mich hatte aber irritiert, dass sich in dem Heft, obwohl es mehrere Versionen des Schnittes gab, keine einzige Rückenaufnahme fand. Und die Kellerfalte ist ja das eigentliche Highlight. Ich mag Deine apfelgrüne Version sehr und kann sie mir auch wunderbar zum roten Rock vorstellen. Danke fürs Ausprobieren und Zeigen! LG, Manuela

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    1. Dankeschön, das man des öfteren gerade die interessanten Details bei Burda nicht sieht ist ja nichts neues. Umso wichtiger sind die technische Zeichnungen, da sieht man ob es nur der Stoff ist oder auch der Schnitt was hat.
      Lg Sabine

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  5. Aus diesem Schnitt habe ich schon ein Probeteil aus alter Bettwäsche genäht. Leider fehlte zunächst der passende schöne (tragbare) Stoff ….und dann waren Schnitt und Probeteil vergessen.
    Danke fürs Erinnern ;-))
    Ich bin wieder dank Deiner schönen Umsetzung motiviert!
    LG Uta

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  6. Ach. Wie immer meinen Geschmack getroffen, auch wenn ich selbst mittlerweile zu bisschen längeren Hosen oder Röcken tendieren würde beim nähen. Ich komm nur nicht dazu 😀 Und mein Herz schmilzt beim Anblick der Blutsgeschwister Tasche. 😉
    Das Oberteil kommt mir meinen derzeitigen Tragewünschen sehr nah. Ach wäre nicht diese Master-Arbeit, die das nähen unmöglich machen :/

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    1. Dankeschön 😊. Das die Hose ganz so kurz wird war ja nicht vorgesehen.
      Ich bin ja nicht so Taschen verrückt, aber als ich die Tasche in Luzern in einem Laden sah wusste ich die muss ich haben.
      Und das Oberteil kann ich nur weiter empfehlen. So zum nach der Master Arbeit ins wieder reinkommen ins nähen. Näht sich ja fast von selbst.
      Lg Sabine

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