Billard um halb Zwölf – Gilet

Ich finde Gilets schick. Bisher hatte ich noch keines in meinen Kleiderschrank. Als ich beim Durchblättern eines Stapels Carina aus den 70er gleich auf ein paar unterschiedliche Gilet-Schnitte stieß, entschied ich mir eines selber zu nähen. Für den ersten Versuch wählte ich ein schlichtes Modell ohne Kragen oder Paspeltaschen.

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Der Ursprüngliche Schnitt von 1978 ist eigentlich ein ganz lockeres Gilet über die damals aktuellen weiten Blusen mit Schulterpolstern. Ich wollte aber ein figurbetontes Gilet.

Dementsprechend nähte ich das Gilet deutlich enger, kürzte die Träger und fügte vorne noch einen zusätzlichen Abnäher ein. Es entspricht somit überhaupt nicht mehr dem Originalschnitt. Mama klärte mich erst später über die damalige Mode auf (aus ihren eigenen Erfahrungen).

Gilet aus Carina November 1978
Das Originalmodell von 1978 in Kunstleder
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Meine (verbesserte) Version

Das Modell ist beidseitig tragbar, eine Seite komplett in Schwarz, die andere mit Blau kombiniert. Die ursprüngliche Disco-taugliche Weste war aus silbernen Kunstleder und ohne Verschluss. Meine Version erhielt Kam Snaps.

Damit geht es zum MeMadeMittwoch und den anderen schicken genähten Modellen.


Fazit: Wenn ich einen Schnitt gewählt hätte, der mehr meinen Vorstellungen entsprochen hätte, wäre ich eindeutig schneller ans Ziel gekommen.

Schnitt: Carina November 1978

Änderungen: Alles?

Material: Rest von blauer und schwarze Baumwolle von Ikea

Zubehör: Kam Snaps

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23 Gedanken zu “Billard um halb Zwölf – Gilet

  1. Tolle Bilder, schön anzuschauen! Dein Post erinnert mich an einen Burda-Westen-Schnitt aus den frühen 2000ern, den ich lange unbedingt haben wollte und vergessen hatte. Mit deinem Karo-Kostüm gings mir schon genau so, ich glaube, dein Blog ist gefährlich für mich 😉
    Liebe Grüsse

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    1. Vielen lieben Dank.
      Ich fürchte die Burda Schnitte aus der Zeit kenne ich nicht, da war ich im Kleinkindalter, aber zum Glück habe ich ein sehr sehr umfangreiches Burda-Archiv, um mal einen Blick drauf zu werfen.
      Dass ich da jemand in die Nähsucht treibe, will ich keinesfalls 😉
      lg SAbine

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  2. wahnsinn!mir fehlen die worte. das gilt nicht nur dem Gilet,was du aus dem schnitt rausgeholt hast.
    wärest du jetzt in russland, würde man in erster linie dein gesamtbild/erscheinung betrachten und die ist wirklich hammermässig! von und bis!hut, schräger dud,enge weisse bluse! du bist wahnsinnig emanzipiert weiblich,attraktiv, lebendig und und und darin!
    ich glaube im jahre 2006 hatte burda einen sehr tief ausgeschnittenen und sehr figurbetonten schnitt. patrones hatte auch vor 2 jahren glaubs ich eine ausgabe mit sehr vielen modellen drin.ich wollte mir auch irgendwann mal vorne mit samt und hinten satin nähen.

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    1. Wow danke, ich bin ganz „geflasht“ und habe den ganzen Tag ein breites Grinsen getragen. Das Outfit selber hat sich so nach und nach entwickelt als ich den Samtrock aus einem Flohmarktkleidungsstapel meiner gezogen habe. Leider sass er etwas eng an der Hüfte, also werden das seine 15 Minuten Ruhm gewesen sein.
      Vielen Dank für die Schnittvorschläge, da muss ich gleich meine Burdas von 2006 studieren, Patrones habe ich keine. Vielleicht finde ich dann meinen perfekten Schnitt einer figurbetonten Weste mit Schalkragen.
      Lg Sabine

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  3. Ach j’a … Carina habe mimer bon der tuerkisfarbenen Bomberjacke getraeumt – tuerkis mit Bluemchen – die verschieden kombiniert vorgestellt wurde …

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