1×1 der Stecknadeln

Unter dem Schlagwort „1×1“ stellen wir verschiedenen Basics rund ums Thema Nähnen vor.


Um Materialien mit der Nähmaschine zusammen zu nähen sollte man sie in der Regeln miteinander fixieren. Es geht natürlich ohne jegliche Fixierung – damit kann es aber ab und an zu unglücklichen Unfällen kommen und wer trennt schon gerne auf?

Heften mit Heftfaden ist natürlich die perfekte Variante Stoff für die rasante Nähmaschinenfahrt vorzubereiten. Dies ist auch die lt. den Lehrbüchern des Schneiderhandwerks „korrekte“ Art und Weise. In manchen Fällen ist es auch nicht zu vermeinden. Normalerweise können stattdessen Stecknadeln oder Stoffklammern verwendet werden.

stecknadeln

Variante #1: Glaskopf-Stecknadel sind durch ihre bunten Glasköpfe im Material gut ersichtbar. Die Klassiker, die in fast jedem Nähkorb zu finden sind. Und sie können mitgebügelt werden und schmelzen nicht.

Variante #2: Quilt-Stecknadel haben einen Blumenförmigen, flachen Kopf, der das Arbeiten mit der Nähmaschine erleichtert. Sie sind außerdem lang. Sie sind sehr fein und speziell dazu geeignet, dass man über sie mit der Maschine nähen kann.

Variante #3: „normale“ Stecknadel haben einen stumpfen Metallkopf, sind die kürzesten, günstigsten, jedoch auch am wenigsten sichtbar.

Variante #4: Stoffklammern oder Wonderclips sind die Alternative zur Stecknadel. Sie werden am Rand von mehreren Stofflagen angebracht und machen keine Löcher im Material,besonders wichtig  ist das für Leder und Kunstleder.

stoffklammer_wonderclips

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Stecknadeln am besten fein und scharf sein sollen. Praktischerweise sollten sie hitzebeständig sein, damit problemlos gebügelt werden kann. Außerdem sollte der Kopf gut sichtbar sein. Und wenn die Spitze kaputt ist, bzw. die Stecknadel verbogen – lieber schnell aussortiert, als sich im Nachhinein über ein Löchlein zu ärgern.


Wie verwendet man Stecknadeln?

Es gibt kein „richtig“ und „falsch“, da wie bereits angesprochen wo notwendig eigentlich geheftet werden sollte. Man kann also quer, längs (neben der Naht, auf der Nahtlinie) oder auch schräg stecken. Wichtig ist vor allem Beginn der Naht und Ende der Naht zu fixieren. Wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob sich die Stofflagen nicht doch etwas verschieben, besser am Beginn einmal quer stecken um zu sehen ob sich die obere Stofflage „schoppt“ – hier am Besten auch mit dem Nähfußdruck etwas spielen. Und immer eine Nahtprobe machen.


Wann soll man auf gar keinen Fall Stecknadeln verwenden?

Für SnapPap, Leder oder Wachstuch dürfen keine Stecknadeln verwendet werden, da sie Löcher im Material hinterlassen.


Und was ist mit einfach „drüber“ nähen?

Nur auf eigene Gefahr und langsam im rechten Winkel. Das Schlimmste was passieren kann, ist eine abgebrochene Nähnadel. Leicht wird sich jeder Stoff verziehen, also wenn möglich so stecken, dass man die Stecknadel ohne Probleme rausziehen kann.
Bei der Overlock ist das rausziehen ein MUSS, ansonsten ist das Messer sehr schnell im Eimer.

Fröhliches Stecken.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s